Viele Girokonten zu teuer
30. August 2011 # 10:44 # Geldanlage # Keine Kommentare
Wie die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung feststellte, sind viele Girokonten immer noch zu teuer. Nach einem Rat der Experten der Zeitschrift “Finanztest” sollte die Kosten bei einem Onlinekonto jährlich nicht höher als 40 Euro sein. Für ein Girokonto bei einer Filialbank sollten Verbraucher nicht mehr als 80 Euro pro Jahr bezahlen. Auch ein als kostenloses Girokonto beworbenes Konto kann durchaus kostspielig sein, wenn man nicht auf das Kleingedruckte achtet.
Kostenloses Girokonto ist oft an Bedingungen geknüpft
Bei einigen Banken ist ein kostenloses Girokonto an zusätzliche Bedingungen geknüpft. So muss das Konto beispielsweise als Gehaltskonto geführt werden oder es wird ein monatlicher Mindesteingang erwartet. Von den 77 untersuchten Gehalts und Rentenkonten waren jedoch auch 23 Girokonten ohne Bedingungen kostenlos. Ein neuer Trend ist zudem das Verknüpfen von Girokonten mit anderen Angeboten wie einem Sparplan. Dieser muss dann durch regelmäßige Mindestzahlungen genutzt werden.
Auf etwaige Zusatzkosten achten
Bei mehreren Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten, fallen für Leistungen zum Teil hohe Zusatzkosten an. So werden für Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften hohe Gebühren berechnet. Zudem sind dann Zusatzleistungen wie eine Kreditkarte oftmals sehr teuer. Auch die Kosten eines Dispokredits sollten Verbraucher im Auge behalten. Bei jeder dritten Bank liegen die erhobenen Zinsen über 12,00 Prozent. Bei den Genossenschaftsbanken müssen vor der Eröffnung Genossenschaftsanteile einbezahlt werden. Diese betragen je nach Bank zwischen 25 Euro und 52 Euro. Die Einzahlungen werden zwar anschließend verzinst aber bei einer Kündigung des Kontos bestehen oftmals lange Wartezeiten.
Auf was noch geachtet werden sollte
Durch ein kostenloses Girokonto lassen sich jährlich durchaus hohe Kosten einsparen. Die Zeitschrift rät Kunden vor dem Wechsel jedoch darauf zu achten, dass genügend Bankautomaten zur Verfügung stehen, an denen kostenlos Bargeld bezogen werden kann. Die Gebühren für Fremdabhebungen sind bei vielen Banken immer noch erschreckend hoch. Die meisten Banken haben sich zwar zwischenzeitlich auf eine einheitliche Gebühr von 1,95 Euro pro Abhebung. Dennoch gibt es immer noch Geldinstitute, die auch höhere Gebühren verlangen. So werden von manchen Sparkassen bis zu 5 Euro erhoben. Der Spitzenreiter im Test verlangte 7,50 Euro pro Fremdabhebung. Hier finden Sie eine gute Übersicht zum Thema.
Bild: ElenaR – Fotolia
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